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Hl. Thérèse von Lisieux: Warum ich dich liebe, Maria!

Erscheinung der Jungfrau des Lächelns vor der hl Therese von Lisieux

Erscheinung der Muttergottes „Jungfrau des Lächelns“ vor der hl. Therese am 13. Mai 1883 in Lisieux. – Foto: imagessaintes.canalblog.com

Warum ich dich liebe, Maria!

Lass mich dir singen, die ich meine  Liebe nenne,
Maria, dir, die große Wonne mir gebracht.
Vor dir ich, Mutter, weder Furcht noch Zagen kenne,
Obgleich ich deines hohen Vorzugs oft gedacht.
Wenn ich nur würde deiner Ehren denken,
Wie du im Himmel thronst als aller Königin,
Ich müsste zagend meine Augen niedersenken
Und könnte nimmer glauben, dass dein Kind ich bin.

Damit ein Kind für seine Mutter Lieb‘ empfinde,
Muss diese mit ihm teilen seines Lebens Schmerz.
O Herzenskönigin! Du hast mit deinem Kinde
Im Erdental geweint, um anzuziehn mein Herz.
Das Buch der Bücher hat mir Trost und Mut gegeben.
Froh schau ich auf zu dir; vertrauend nah‘ ich mich.
Ich bin dein Kind. Hienieden führtest du mein Leben;
Du musstest, Mutter, leiden, sterben gleich wie ich.

Du gibst, als Gabriel des Himmels Antrag brachte,
Zu werden Mutter seines Herrn der Ewigkeit,
Geheimnisvolle Antwort, die ich gern betrachte.
Doch  hältst du das Gelöbnis der Jungfräulichkeit.
O unbefleckte Jungfrau, gut ich es verstehe,
Dass du dem Herrn viel teurer als der Himmel bist,
In deiner Seele jenes milde Tal ich sehe
In das sich birgt ein Meer der Liebe, Jesu Christ.

Ich liebe dich, nur seine Sklavin willst du werden.
Entzückt hat Gott auf deine Niedrigkeit gesehn.
Dein Herz voll Demut macht allmächtig dich auf Erden.
Dir konnte der Dreieine selbst nicht widerstehn.
Der Heil’ge Geist ist über dich herabgekommen;
Es wurde Mensch des Vaters Sohn im Schoße dein.
Zahllose sünd’ge Brüder sein sind angenommen
Von dir. Dein Erstgeborner doch wollt‘ Jesu sein.

Gleich dir, Maria, ist auch meine kleine Seele,
So arm sie ist, des Allerhöchsten liebster Ort.
Nicht zage ich ob ihrer Schwäche, ihrer Fehle.
Der Reichtum meiner Mutter ist des Kindes Hort.
Dein Kind bin ich, in deine Tugend ich mich hülle;
Und deine Liebe mache ich zu eigen mir.
Kommt Jesus in mein Herz in weißer Broteshülle,
So glaubt dein mildes Lamm, es ruh‘ im Schoß bei dir.

Ich fühle Kraft in mir, auch deinen Weg zu wandeln,
Auf schmalem Steg, o Königin der Sel’gen Schar.
Du zeigst den Pfad zum Paradiese durch dein Handeln;
Dein Tugendleben über alles einfach war.
Maria, lass mich stets in Demut bei dir weilen.
Für mich ist Ruhm und Glanz der Welt nur Eitelkeit.
Ich sehe dich zur Base ins Gebirge eilen.
Dem Nächsten helfend beizustehn, mach mich bereit.

Ich lausche knieend, Engelskönigin, den Weisen
Des Lobgesanges, der aus deinem Herzen quoll.
Du lehrest mich die Güte und die Macht zu preisen,
Dass ich in Jesus, meinem Herrn, mich rühmen soll.
O, deine Worte sind mir wunderbare Rosen.
Ja, Großes hat an dir, der mächtig ist, getan.
In Zukunft sollen deine Lehren mich umkosen.
Betrachten will ich sie, dass ich die Allmacht loben kann.

Du hieltst Sankt Joseph deine Mutterschaft verborgen.
Du wolltest gern verkannt in deiner Demut sein.
So nah dem Heiligtum, belässt du ihn in Sorgen;
Dein reiner Schoß schloss eines Gottes Schönheit ein.
Wie liebe, Mutter, ich dies so beredte Schweigen;
Für mich ist es Musik voll Klang, doch mild und traut.
So kann nur jene Seele ihre Größe zeigen,
Die gläubig auf zum Himmel blickt und auf ihn baut.

Du warst, o heilig Paar, in Bethlehem verstoßen;
Kein Haus bot dir sein schützend Dach zum Ruhen an.
Den freien Platz bewahrt man sorglich für die Großen;
Und kalt entlässt euch, arme Freunde, jedermann.
Der Platz ist für die Großen! und im armen Stalle
Verlässt ein Gottessohn der reinen Jungfrau Schoß.
O milde Königin, im lauten Jubelschalle
Sing ich: „Du bist im armen Raum erhaben groß!“

Gehüllt in Windeln sehe ich im Tal der Mängel
Das Ew’ge Wort, ein schwacher Laut dem Mund entweht,
Wie könnte ich beneiden jene Schar der Engel,
die ihren Herrn, der doch mein Bruder ist, umsteht.
In der Verbannung wir dich, Mutter, endlos preisen.
Aufsprießen ließest du die Gottesblume zart,
Verkehrtest liebreich mit den Hirten und den Weisen;
Sorgfältig hat dein treues Herz ihr Wort bewahrt.

Ich liebe dich, da du zum Tempel hingegangen
Und so verborgen stehst in armer Frauen Kreis.
Den Heiland unsrer Seelen, aller Welt Verlangen,
Empfängt von dir liebkosend Simeon, der Greis.
Erst hör ich lächelnd zu des frommen Mannes Singen;
Doch bald erfasst mich, o Maria, tiefer Schmerz.
Prophetisch ruft der alte  Lehrer aus: „Durchdringen
Wird bald ein siebenfaches Schwert dein Mutterherz.“

O Königin der Märtyrer! In letzter Stunde
Wird dich durchdringen noch ein grausam schmerzlich‘ Schwert.
Schon treibt dich eines eifersücht’gen Königs Kunde
Aus deinem Vaterland, weil er dein Kind begehrt.
Es schlummert Jesus sanft in deines Schleiers Falten.
Sankt Joseph kommt und spricht von Flucht zur selben Zeit.
Gehorsam seh ich dich als seine Dien’rin walten;
Du zögerst, fragest nicht, du bist sogleich bereit.

Mir scheint, es schlug, Maria, an des Niles Strande
Dein Herz trotz aller Not und Armut voller Lust.
Ward dir mit Jesus nicht zum schönsten Vaterlande
Der Ort? Trugst du den  Himmel nicht an deiner Brust?
Doch zu Jerusalem, da hör ich deine Klage:
„O schauet, größer wie das Meer ist all mein Schmerz.“
Verbirgt sich Jesus doch drei lange, lange Tage.
Das war Verbannung für dein liebend Mutterherz.

Doch deine Liebe siegt. – Endlich ist er gefunden.
„Geliebtes Kind, warum hast du uns so betrübt?“
Sprichst du zum Sohn, der die Gelehrten überwunden:
„Wir suchten schmerzlich dich, den wir so heiß geliebt.“
Zur Mutter, welche liebend ihren Arm ausbreitet,
O welch Geheimnis tief! der Knabe also spricht:
„Warum habt ihr gesucht und Sorge euch bereitet?
Ich tat des Vaters Willen. Wusstet ihr das nicht?“

„An Weisheit, Gnad‘ vor Gott und Menschen zugenommen
Hat er“, so sagt die Schrift, „und wurde untertan.“
Mir sagt mein Herz, wie liebend er zuvorgekommen
Dem kleinsten Wunsch der Eltern und danach getan.
Nun kann ich, Mutter, ein Geheimnis gut verstehen,
Die Antwort meines lieben Königs ist mir klar.
Er will in dir das Beispiel jener Seelen sehen,
Die ihn in Nacht des Glaubens suchen immerdar.

Nach Gottes Willen war dir, Mutter, hier beschieden
Des Glaubens Dunkel und das größte Herzeleid.
In Wahrheit ist der Schmerz ein kostbar Gut hienieden;
Aus Liebe leiden ist die reinste Seligkeit.
Und alles, was ist mein, kann Jesus wieder nehmen.
O sage, Mutter, ihm, dass er mich schone nicht.
Verbergen kann er sich, ich warte bis mein Sehnen
Und Glauben sich verwandelt in Besitz und Licht.

Wie war in Nazareth, o Jungfrau, schlicht dein Leben.
In Armut und Entsagung floss es still dahin.
Nicht sollten Wunder und Extasen dich erheben;
Verborgen sein, das liebt der Sel’gen Königin.
Wohl groß ist jene Zahl der unscheinbaren Seelen;
Doch alle blicken ohne Zittern auf zu dir.
O Mutter ohnegleichen du! Uns zu empfehlen
Den schlichten Himmelsweg, warst du so einfach hier.

O Mutter, lieb und gut auf dieser Lebensreise
Geh ich an jedem Tag mir dir froh Hand in Hand.
Betrachte ich, o Jungfrau, dich, entzückt ich preise
Den Abgrund deiner Mutterliebe, den ich fand.
Dein milder Blick verscheucht mein Fürchten und mein Zagen.
Du lehrest kosten mich die Freude und das Leid.
Auch du erscheinest wohl an hohen Festes Tagen,
Zu segnen sie durch deine Gegenwart, warst du bereit.

Zu Kana sahest du des Hochzeitspaares Sorgen;
Und du entdeckst: den Armen mangelt es an Wein.
In deinem Mitleid gehst zum Heiland du verborgen;
Vertrauend seiner Macht willst du ihr Anwalt sein:
Es scheint, als achte Jesus nicht der Mutter Flehen.
Er spricht: „O Weib, was kümmert’s mich und dich.“
Doch kann der Sohn der Mutter nimmer widerstehn
Und sieh, er wirkt die erste Wundertat für dich.

Einst hörten Sünder deines Sohnes frohe Kunde,
Dass ihnen das ersehnte Himmelreich sei nah.
Auch dich, Maria, finde ich in ihrer Runde,
Und einer spricht: „Es ist des Meisters Mutter da.“
Da will der Gottessohn vor aller Welt bekennen,
Wie tief und unermesslich er uns alle liebt.
Er spricht: „Den will ich Bruder, Schwester, Mutter nennen,
Der treu den Willen meines Vaters droben übt.“

O Jungfrau rein, o zarte Mutter aller Zeiten!
Des Heilands Worte finden in dir Widerhall.
O ja, ihr Sinn musst große Freude dir bereiten;
Verwandt sind unsre Seelen ihm auf Erden all.
Wie freust du dich, dass er uns gibt von seinem Leben
Und Schätze seiner Gottheit so unendlich reich!
Ich sollte dir nicht Dank und meine Liebe geben!
Wer ist an Großmut dir und an Erbarmen gleich!

Wie Jesus willst du uns des Herzens Liebe schenken.
In eine Trennung willigst du für uns gern ein.
Denn lieben heißt: verzichten, nur an andre denken.
Du lässt den Sohn, um fürder unser Schutz zu sein.
Es kannte Jesus deine Güte und er baute
Auf deines Mutterherzens tiefen Liebesgrund,
Als er uns dir, der Sünder Zuflucht, anvertraute
Am Kreuze noch in seiner letzten Leidensstund‘!

Wenn ich dich seh, Maria, auf Kalvaria stehen,
Erscheinst du mir gleich einem Priester am Altar.
Den Vater zu versöhnen, dahin geht dein Flehen.
Zum Opfer bringst du den geliebten Sohn ihm dar.
O Schmerzensmutter, dein sind des Propheten Worte:
„Ihr Menschen seht, ob ein Schmerz sei dem meinen gleich.“
Indem du bleibst bei uns an diesem Tränenorte,
Gabst du uns deines Herzens Blut ohn‘ Maßen reich.

Des Sankt Johannes Haus ist Heimat dir gewesen.
Er wird dein Sohn, statt deines Jesu groß und hehr.
Das ist das letzte, was im heil’gen Buch wir lesen,
Dann spricht es von der Gottesmutter niemals mehr.
Geliebte Mutter mein, o dieses tiefe Schweigen
Macht uns das Ew’ge Wort selbst klar und offenbar.
Dein Wunderleben wird es deinen Kindern zeigen,
Sie zu entzücken droben mit der Sel’gen Schar.

Bald werde hören ich das Lied zum ew’gen Frieden,
Dann eile ich zum Himmel und zu dir hinauf.
Du, die gelächelt mir, dem Kind, so früh hienieden,
O lächle, Mutter, auch, wenn endigt einst mein Lauf.
Nicht fürchte ich, Maria, deiner Glorie Schimmer,
Dein Leid war auch mein Teil. Zu deinen Füßen, Königin,
Will ich von meines Herzens Liebe singen immer,
Um ewig dir zu sagen, dass dein Kind ich bin.

(Letztes Gedicht der hl. Theresia vom Kinde Jesu.)
Mai 1897

Quelle: Die ehrwürdige Theresia vom Kinde Jesu, Geschichte einer Seele von ihr selbst geschrieben, 4. Aufl., Kirnach-Villingen (Baden) 1922, S. 415-421.

→ Therese von Lisieux: Gedichte. Inhaltsverzeichnis

_______

Pourquoi je t’aime, ô Marie

Oh ! je voudrais chanter, Marie, pourquoi je t’aime
Pourquoi ton nom si doux fait tressailler mon cœur
Et pourquoi la pensée de ta grandeur suprême
Ne saurait à mon âme inspirer de frayeur
Si je te contemplais dans ta sublime gloire
Et surpassant l’éclat de tous les bienheureux
Que je suis ton enfant je ne pourrais le croire
O Marie, devant toi, je baisserais les yeux !…

Il faut pour qu’un enfant puisse chérir sa mère
Qu’elle pleure avec lui, partage ses douleurs
O ma Mère chérie, sur la rive étrangère
Pour m’attirer à toi, que tu versas de pleurs !…
En méditant ta vie dans le saint Evangile
J’ose te regarder et m’approcher de toi
Me croire ton enfant ne m’est pas difficile
Car je te vois mortelle et souffrant comme moi…

Lorsqu’un ange du Ciel t’offre d’être la Mère
Du Dieu qui doit régner toute l’éternité
Je te vois préférer, ô Marie, quel mystère
L’ineffable trésor de la virginité.
Je comprends que ton âme, ô Vierge Immaculée
Soit plus chère au Seigneur que le divin séjour
Je comprends que ton âme, Humble et Douce Vallée
Peut contenir Jésus, L’Océan de l’Amour !…

Oh ! je t’aime, Marie, te disant la servante
Du Dieu que tu ravis par ton humilité
Cette vertu cachée te rend toute-puissante
Elle attire en ton cœur la Sainte Trinité
Alors l’Esprit d’Amour te couvrant de son ombre
Le Fils égal au Père en toi s’est incarné…
De ses frères pécheurs bien grand sera le nombre
Puisqu’on doit l’appeler : Jésus, ton premier-né !…

O Mère bien-aimée, malgré ma petitesse
Comme toi je possède en moi Le Tout-Puissant
Mais je ne tremble pas en voyant ma faiblesse :
Le trésor de la mère appartient à l’enfant
Et je suis ton enfant, ô ma Mère chérie_
Tes vertus, ton amour, ne sont-ils pas à moi ?
Aussi lorsqu’en mon cœur descend la blanche Hostie
Jésus, ton Doux Agneau, croit reposer en toi !…

Tu me le fais sentir, ce n’est pas impossible
De marcher sur tes pas, ô Reine des élus,
L’étroit chemin du Ciel, tu l’as rendu visible
En pratiquant toujours les plus humbles vertus.
Auprès de toi, Marie, j’aime à rester petite,
Des grandeurs d’ici-bas, je vois la vanité,
Chez Sainte Elisabeth, recevant ta visite,
J’apprends à pratiquer l’ardente charité.

Là j’écoute ravie, Douce Reine des anges,
Le cantique sacré qui jaillit de ton cœur.
Tu m’apprends à chanter les divines louanges
A me glorifier en Jésus mon Sauveur.
Tes paroles d’amour sont de mystiques roses
Qui doivent embaumer les siècles à venir.
En toi le Tout-Puissant a fait de grandes choses
Je veux les méditer, afin de l’en bénir.

Quand le bon Saint Joseph ignore le miracle
Que tu voudrais cacher dans ton humilité
Tu le laisses pleurer tout près du Tabernacle
Qui voile du Sauveur la divine beauté !…
Oh ! que j’aime, Marie, ton éloquent silence,
Pour moi c’est un concert doux et mélodieux
Qui me dit la grandeur et la toute-puissance
D’une âme qui n’attend son secours que des Cieux…

Plus tard à Bethléem, ô Joseph et Marie !
Je vous vois repoussés de tous les habitants
Nul ne peut recevoir en son hôtellerie
De pauvres étrangers, la place est pour les grands…
La place est pour les grands et c’est dans une étable
Que la Reine des Cieux doit enfanter un Dieu.
O ma Mère chérie, que je te trouve aimable
Que je te trouve grande en un si pauvre lieu !…

Quand je vois L’Eternel enveloppé de langes
Quand du Verbe Divin j’entends le faible cri
O ma mère chérie, je n’envie plus les anges
Car leur Puissant Seigneur est mon Frère chéri !…
Que je t’aime, Marie, toi qui sur nos rivages
As fait épanouir cette Divine Fleur !…
Que je t’aime écoutant les bergers et les mages
Et gardant avec soin toute chose en ton cœur !…

Je t’aime te mêlant avec les autres femmes
Qui vers le temple saint ont dirigé leurs pas
Je t’aime présentant le Sauveur de nos âmes
Au bienheureux Vieillard qui le presse en ses bras,
D’abord en souriant j’écoute son cantique
Mais bientôt ses accents me font verser des pleurs.
Plongeant dans l’avenir un regard prophétique
Siméon te présente un glaive de douleurs.

O Reine des martyrs, jusqu’au soir de ta vie
Ce glaive douloureux transpercera ton cœur
Déjà tu dois quitter le sol de ta patrie
Pour éviter d’un roi la jalouse fureur.
Jésus sommeille en paix sous les plis de ton voile
Joseph vient te prier de partir à l’instant
Et ton obéissance aussitôt se dévoile
Tu pars sans nul retard et sans raisonnement.

Sur la terre d’Egypte, il me semble, ô Marie
Que dans la pauvreté ton cœur reste joyeux,
Car Jésus n’est-Il pas la plus belle Patrie,
Que t’importe l’exil,, tu possèdes les Cieux ?…
Mais à Jérusalem, une amère tristesse
Comme un vaste océan vient inonder ton cœur
Jésus, pendant trois jours, se cache à ta tendresse
Alors c’est bien l’exil dans toute sa rigueur !…

Enfin tu l’aperçois et la joie te transporte,
Tu dis au bel Enfant qui charme les docteurs :
„O mon Fils, pourquoi donc agis-tu de la sorte ?
Voilà ton père et moi qui te cherchions en pleurs.“
Et l’Enfant Dieu répond (oh quel profond mystère !)
A la Mère chérie qui tend vers lui ses bras :
„Pourquoi me cherchiez-vous ?… Aux œuvres de mon Père
Il faut que je m’emploie ; ne le savez-vous pas ?“

L’Evangile m’apprend que croissant en sagesse
A Joseph, à Marie, Jésus reste soumis
Et mon cœur me révèle avec quelle tendresse
Il obéit toujours à ses parents chéris.
Maintenant je comprends le mystère du temple,
Les paroles cachées de mon Aimable Roi.
Mère, ton doux Enfant veut que tu sois l’exemple
De l’âme qui Le cherche en la nuit de la foi.

Puisque le Roi des Cieux a voulu que sa Mère
Soit plongé dans la nuit, dans l’angoisse du cœur ;
Marie, c’est donc un bien de souffrir sur la terre ?
Oui souffrir en aimant, c’est le plus pur bonheur !…
Tout ce qu’Il m’a donné Jésus peut le reprendre
Dis-lui de ne jamais se gêner avec moi…
Il peut bien se cacher, je consens à l’attendre
Jusqu’au jour sans couchant où s’éteindra ma foi…

Je sais qu’à Nazareth, Mère pleine de grâces
Tu vis très pauvrement, ne voulant rien de plus
Point de ravissements, de miracles, d’extases
N’embellissent ta vie, ô Reine des Elus !…
Le nombre des petits est bien grand sur la terre
Ils peuvent sans trembler vers toi lever les yeux
C’est par la voie commune, incomparable Mère
Qu’il te plaît de marcher pour les guider aux Cieux.

En attendant le Ciel, ô ma Mère chérie,
Je veux vivre avec toi, te suivre chaque jour
Mère, en te contemplant, je me plonge ravie
Découvrant dans ton cœur des abîmes d’amour.
Ton regard maternel bannit toutes mes craintes
Il m’apprend à pleurer, il m’apprend à jouir.
Au lieu de mépriser les joies pures et saintes
Tu veux les partager, tu daignes les bénir.

Des époux de Cana voyant l’inquiétude
Qu’ils ne peuvent cacher, car ils manquent de vin
Au Sauveur tu le dis dans ta sollicitude
Espérant le secours de son pouvoir divin.
Jésus semble d’abord repousser ta prière
« Qu’importe », répond-Il, « femme, à vous et à moi ? »
Mais au fond de son cœur, Il te nomme sa Mère
Et son premier miracle, Il l’opère pour toi…

Un jour que les pécheurs écoutent la doctrine
De Celui qui voudrait au Ciel les recevoir
Je te trouve avec eux, Marie, sur la colline
Quelqu’un dit à Jésus que tu voudrais le voir,
Alors, ton Divin Fils devant la foule entière
De son amour pour nous montre l’immensité
Il dit : „Quel est mon frère et ma soeur et ma Mère,
Si ce n’est celui-là qui fait ma volonté ?“

O Vierge Immaculée, des mères la plus tendre
En écoutant Jésus, tu ne t’attristes pas
Mais tu te réjouis qu’Il nous fasse comprendre
Que notre âme devient sa famille ici-bas
Oui tu te réjouis qu’Il nous donne sa vie,
Les trésors infinis de sa divinité !…
Comment ne pas t’aimer, ô ma Mère chérie
En voyant tant d’amour et tant d’humilité ?

Tu nous aimes, Marie, comme Jésus nous aime
Et tu consens pour nous à t’éloigner de Lui.
Aimer c’est tout donner et se donner soi-même
Tu voulus le prouver en restant notre appui.
Le Sauveur connaissait ton immense tendresse
Il savait les secrets de ton cœur maternel,
Refuge des pécheurs, c’est à toi qu’Il nous laisse
Quand Il quitte la Croix pour nous attendre au Ciel.

Marie, tu m’apparais au sommet du Calvaire
Debout près de la Croix, comme un prêtre à l’autel
Offrant pour apaiser la justice du Père
Ton bien-aimé Jésus, le doux Emmanuel…
Un prophète l’a dit, ô Mère désolée,
« Il n’est pas de douleur semblable à ta douleur ! »
O Reine des Martyrs, en restant exilée
Tu prodigues pour nous tout le sang de ton cœur !

La maison de Saint Jean devient ton seul asile
Le fils de Zébédée doit remplacer Jésus…
C’est le dernier détail que donne l’Evangile
De la Reine des Cieux il ne me parle plus.
Mais son profond silence, ô ma Mère chérie
Ne révèle-t-il pas que Le Verbe Eternel
Veut Lui-même chanter les secrets de ta vie
Pour charmer tes enfants, tous les Elus du Ciel ?

Bientôt je l’entendrai cette douce harmonie
Bientôt dans le beau Ciel, je vais aller te voir
Toi qui vins me sourire au matin de ma vie
Viens me sourire encor… Mère… voici le soir !…
Je ne crains plus l’éclat de ta gloire suprême
Avec toi j’ai souffert et je veux maintenant
Chanter sur tes genoux, Marie, pourquoi je t’aime
Et redire à jamais que je suis ton enfant !…

La petite Thérèse…

Internet-Quelle: www.therese-de-lisieux.catholique.fr/Pourquoi-je-t-aime-o-Marie.html

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4 Kommentare zu “Hl. Thérèse von Lisieux: Warum ich dich liebe, Maria!

  1. Es ist keine Seite sondern eine Schatzkiste die das Leben im Dritten Ordenlange begleiten und wiederspiegeln möge! Sicher auch sehr interessant auch für die Skapulierbrüder und Schwestern die meistens ohne Organisationsform auskommen müssen und für Freunde des Karmel.
    Vielen Dank und liebe Grüße aus der nördlichen Diaspora, aus Hamburg

  2. Pingback: 2018-07-07 | Novene zum Skapulierfest | Gebetsgruppe St. Josef, Aachen

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