Philomene Steiger zu Edith Stein: „Sie sind keine Atheistin. … Sie sind eine Sucherin.“

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Edith Stein / Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz (* 12. Oktober 1891 in Breslau; † 9. August 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau). Foto: http://www.edith-stein-archiv.de/

Aus dem Gespräch mit Frau Steiger über Edith Stein am 30.6.1984 (Tonbandmitschnitt):

„Und sie ist jeden Samstag, jeden Sabbat mit der Mutter in die Synagoge. Aber sie hat gesagt zu mir, sie hätte gar keine Beziehungen mehr gehabt zu ihrer jüdischen Religion, weil sie in das Fahrwasser von dem Professor Stern so lebendig hereingekommen ist, und sie sich auch mit niemand mehr darüber unterhalten habe, sondern sie ist dann einfach in dem Fahrwasser gewesen. Und sie (Edith) hat gesagt: ‚Fräulein Steiger, ich bin Atheistin.‘ Das hat sie gerade so herausgesagt. Dann habe ich gesagt: ‚Nein, das sind Sie nicht, Fräulein Dr. Stein, das muß ich Ihnen jetzt sagen. Ich bin wohl fünf Jahre jünger als Sie, aber Sie sind keine Atheistin.‘ – ‚Aber was glauben Sie denn sonst?‘ – Da habe ich (Frl. Steiger) gesagt: ‚Sie sind eine Sucherin. Sie haben mir jetzt ein paar Fragen gestellt, woraus ich entnommen habe, daß bei Ihnen das tiefer geht. Ich habe Ihnen gesprochen vom Geist Gottes im Alten Testament – Sie haben ja Ihre Thora – vom Geist Gottes im Alten Testament. Und dieser Geist Gottes wirkt in den Menschen drin auf je andere Weise wieder. Und das ist die Seinsbezogenheit. Und das bewirkt, wir sagen der Heilige Geist.‘ Und habe ihr das dann erklärt, was wir glauben von der heiligen Dreifaltigkeit. Und daß dieser Jesus gekommen ist, um uns vom Vater zu berichten. Daß wir eigentlich erst durch Jesus den Messias erfahren haben, was es überhaupt um den Bezirk Gottes geht: um die Dreifaltigkeit, Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist. Und im Alten Testament, wenn man den Exodus liest oder wenn man Deuteronomium (liest), dann kommen so viele Aspekte, wo der Heilige Geist ist oder der Geist Gottes gewirkt hat in den Menschen drin. Und die Propheten, habe ich gesagt, glauben Sie nur, Frl. Dr. Stein, die Propheten waren vom Geist Gottes erfüllt und haben die Offenbarung den Menschen dargeboten, wie sie es vom Geist Gott eingegeben bekommen haben, z.B. Elias. … Und dann habe ich ihr erzählt von Elias.

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Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Elias—Oratorium, 1846

Felix Bartholdy Mendelssohn – Elias – Playlist (Deutsch)

Christine Schäfer, soprano. Cornelia Kallisch, alto. Michael Schade, tenor. Wolfgang Schöne, baritone. Gächinger Kantorei Stuttgart. Bach-Collegium Stuttgart. Helmuth Rilling, conductor.

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20. Juli: Hl. Prophet Elija, Führer und Vater unseres Ordens (Hochfest)

Prophet Elijah - Novgorod 1560

Heiliger Prophet Elias. Russische Ikone aus dem Jahr 1560, aus der Ikonostase der Kirche Mariä Geburt im Nowgoroder Kloster des hl. Antonius. Bild: http://terijoki.spb.ru/orthodox/orth_calendar.php?item=ilya

Das Leben des heiligen Propheten Elias

Der Heilige Prophet Elias, dessen Fest wir am 20. Juli feiern, stammte der Überlieferung nach aus dem Stamme Levi. Sein Name bedeutet übersetzt: „Der Herr ist mein Gott.“ Er lebte zu einer Zeit, als das jüdische Volk sich zu einem großen Teil vom wahren Gott abgewandt hatte und sich dem Götzendienst zugewandt hatte. Er stammte aus Thesbe in Galaad, deshalb wurde er auch Elias, der Thesbiter, genannt.

Von Kindheit an war der heilige Prophet erfüllt mit feurigem Eifer für Gott: er hielt alle Bestimmungen des Gesetzes des Mose und stand unentwegt vor Gott in leidenschaftsloser Jungfräulichkeit, ständigem Fasten und glühendem Gebet. So wurde seine Seele, durch die Gnade Gottes, wie Feuer; er ist deshalb der Archetyp des wahren Mönches geworden.

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Gebet zur Karmelkönigin

Maria König des Karmels

Ikone der Muttergottes, Ruhm des Libanon und Zierde des Karmels. Bild: mary-queen-of-carmel-assoc.org

Gebenedeite Jungfrau, du bist voll der Gnaden, die Königin der Heiligen. Gerne verehre ich dich unter dem Titel „Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel“. Er erinnert mich an die Zeit des Propheten Elias. Damals wurdest du über dem Karmel vorgebildet durch die kleine Wolke, die immer größer wurde und einen wohltuenden Regen brachte. Es war ein Sinnbild der Gnaden, die du uns gebracht, die uns Menschen heiligen. Seit den Zeiten der Apostel wirst du verehrt unter diesem geheimnisvollen Titel.

Eine Freude ist es mir, wenn ich daran denke, dass wir deinen ältesten Verehrern uns anschließen und mit ihnen dich grüßen dürfen: Du Zierde des Karmels, du Ruhm des Libanon, du reinste Lilie, du geheimnisvolle Rose im blühenden Garten der Kirche.

Doch denke an mich Armen, du Jungfrau der Jungfrauen, und zeige, dass du meine Mutter bist! Gieße über mich immer wirkungsvoller das Licht des Glaubens aus, der die selig machte! Entzünde in mir die himmlische Liebe, mit der du deinen Sohn Jesus Christus geliebt hast!

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16. Juli: Gedächtnis der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel

Prozession Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel in Haifa

Traditionelle Prozession Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel im April 2012 in Haifa (Israel) mit Seiner Seligkeit Msgr. Fouad Twal, Lateinischer Patriarch von Jerusalem. Foto: de.lpj.org

Als am heiligen Pfingstfeste die Apostel vom Heiligen Geiste erfüllt, in verschiedenen Sprachen redeten und unter Anrufung des heiligsten Namens Jesu viele Wunder wirkten, da erkannten, so wird berichtet, auch sehr viele Männer, die den Spuren der heiligen Propheten Elias und Eliseus gefolgt und durch die Predigt des heiligen Johannes des Täufers auf die Ankunft Christi vorbereitet waren, die Wahrheit und nahmen sofort den Glauben und die frohe Botschaft an; sie begannen nun, die heiligste Jungfrau, mit der sie reden und in beglückender Weise zusammensein konnten, mit solcher Innigkeit zu verehren, daß sie zuerst an der Stelle des Berges Karmel, wo Elias einst die aufsteigende Wolke, das leuchtende Vorbild der heiligen Jungfrau, geschaut hatte, dieser reinsten Jungfrau eine Kapelle erbauten. …

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Das zweifache Ziel des kontemplativen Lebens

Heiliger Prophet Elias. Russische Ikone, von Schwester Ioanna Reitlinger (1898-1988; Foto: http://www.nikola.ru/icon)

Zweifaches Ziel des Einsiederlebens

Aus dem „Buch der ersten Mönche“, 2. Kapitel

Der Prophet Gottes Elija wird als Gründer des Mönchtums angesehen. Mit ihm nimmt diese uralte Institution ihren Anfang. Er war ja der erste, der aus dem Verlangen nach höherer Vollkommenheit weit weg von den Städten gegangen ist, um sich ganz der Kontemplation des Göttlichen hinzugeben. Er hat sich von allem Irdischen und Weltlichen losgemacht. Vom Heiligen Geist geführt und gedrängt, hat er begonnen, ein gottgeweihtes Propheten- und Einsiedlerleben zu führen.

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Elijah The Fiery Prophet | Elias, der Feuerprophet (Ägyptischer Film 1:34:42)

Arabisch mit englischen Untertiteln